






Wir sind extrem happy, dass wir den kleinen Abstecher von der Ost-West-Route gemacht haben: In dem kleinen Städtchen Sochaczew betreiben Katarzyna and Radek Pyś-Fabiańczyk ein Café mit veganem Essen und ausgiebiger Spielekultur. Die leckere Mate dazu hatten wir dringend nötig.


Seit einigen Tagen schmücken neue Flaggen unser Quartier.
Die Hausgemeinschaft hat sich in einer Ausschreibung für meinen Entwurf entschieden, den ich mithilfe von #vvvv gerendert habe. Direkt aus demselben patch hatte ich dann auch die Druckvorlagen erstellt.

Was mag das bedeuten, dass ich so gar nichts über das I Ging erinnere? Hatte ich dieses Kulturgut wegen bool isEsoteric = true nach /dev/null gepiped?
Jetzt bin ich jedenfalls zum ersten Mal über die binäre Codierung seiner 64 Zeichen, genannt Hexagramme, darauf gekommen. Diese sind allerdings keine digitale Früherscheinung in der Geschichte der Zahlenschrift, wie Leibniz nach seiner Erfindung des Binärcodes irrtümlicherweise annahm. Skeptisch eingeordnet sind sie schon eher ein Zeichensatz für eine altertümliche Methode zur Erforschung des Unbewussten, wie C.G. Jung sie aufgefasst hat.
Darüber hinaus aber vor allem eine unwahrscheinlich passende ästhetische Inspiration während meiner aktuellen Arbeit mit geometrischen Generatoren. Kein Wunder, dass mir am Tollsten daran gefällt, dass sowohl die Trigramme als auch die Hexagramme im UTF-Zeichensatz standardisiert sind.
Zum Nachtisch gönne ich mir aber auch ein kleines Bedeutungszitat, gewissermaßen als Orakelersatz:
| ☰ | Kraft (乾, qián) | Himmel (天, tiān) | Vater (父, fù) |
| ☳ | Beben (震, zhèn) | Donner (雷, léi) | Ältester Sohn (長男, chǎngnán) |
Sprüche auf Hintergrundbildern. Wie sich mir beim scrollen die Nackenhaare aufstellen. Nicht, weil sie seicht und orthografisch kaputt sind und/oder die grafische Gestaltung an ihren Vorgänger, den esoterischen Wandkalender erinnert. Nein: Es regt sich eine Facette des Utopisten in mir, der die Information frei fließen sehen will, der das Semantic Web feiert, unter schlechten OCR-Werkzeugen gelitten hat oder einfach nur was markieren, kopieren und einfügen will, wo nunmal kein Bild eingefügt werden kann.

Das oktoskop auf dem 36C3: Hacken und Basteln abseits der Vorträge
Es ist wieder soweit: Zwischen Weihnachten und Neujahr versammeln sich Hacker aus ganz Europa in Leipzig zum Chaos Communication Congress.
Ich darf auch dieses Jahr wieder mit dem oktoskop dabei sein und habe in Halle drei eine Lichtkulisse namens „Flowerz and Beez“ installiert:

Ich freue mich, wenn Ihr mal vorbeischaut!