
Guess where we start cycling now…

Seit einigen Tagen schmücken neue Flaggen unser Quartier.
Die Hausgemeinschaft hat sich in einer Ausschreibung für meinen Entwurf entschieden, den ich mithilfe von #vvvv gerendert habe. Direkt aus demselben patch hatte ich dann auch die Druckvorlagen erstellt.
Was mag das bedeuten, dass ich so gar nichts über das I Ging erinnere? Hatte ich dieses Kulturgut wegen bool isEsoteric = true
nach /dev/null
gepiped?
Jetzt bin ich jedenfalls zum ersten Mal über die binäre Codierung seiner 64 Zeichen, genannt Hexagramme, darauf gekommen. Diese sind allerdings keine digitale Früherscheinung in der Geschichte der Zahlenschrift, wie Leibniz nach seiner Erfindung des Binärcodes irrtümlicherweise annahm. Skeptisch eingeordnet sind sie schon eher ein Zeichensatz für eine altertümliche Methode zur Erforschung des Unbewussten, wie C.G. Jung sie aufgefasst hat.
Darüber hinaus aber vor allem eine unwahrscheinlich passende ästhetische Inspiration während meiner aktuellen Arbeit mit geometrischen Generatoren. Kein Wunder, dass mir am Tollsten daran gefällt, dass sowohl die Trigramme als auch die Hexagramme im UTF-Zeichensatz standardisiert sind.
Zum Nachtisch gönne ich mir aber auch ein kleines Bedeutungszitat, gewissermaßen als Orakelersatz:
☰ | Kraft (乾, qián) | Himmel (天, tiān) | Vater (父, fù) |
☳ | Beben (震, zhèn) | Donner (雷, léi) | Ältester Sohn (長男, chǎngnán) |
Sprüche auf Hintergrundbildern. Wie sich mir beim scrollen die Nackenhaare aufstellen. Nicht, weil sie seicht und orthografisch kaputt sind und/oder die grafische Gestaltung an ihren Vorgänger, den esoterischen Wandkalender erinnert. Nein: Es regt sich eine Facette des Utopisten in mir, der die Information frei fließen sehen will, der das Semantic Web feiert, unter schlechten OCR-Werkzeugen gelitten hat oder einfach nur was markieren, kopieren und einfügen will, wo nunmal kein Bild eingefügt werden kann.
Das oktoskop auf dem 36C3: Hacken und Basteln abseits der Vorträge
Es ist wieder soweit: Zwischen Weihnachten und Neujahr versammeln sich Hacker aus ganz Europa in Leipzig zum Chaos Communication Congress.
Ich darf auch dieses Jahr wieder mit dem oktoskop dabei sein und habe in Halle drei eine Lichtkulisse namens „Flowerz and Beez“ installiert:
Ich freue mich, wenn Ihr mal vorbeischaut!
Auf geht’s zum 36. Chaos Communication Congress nach Leipzig!
Nach Projekt Aurora auf dem Chaos Camp 19 werden wir auf dem Congress vom 26.12.-30-12. wieder eine große Lichtkulisse aus Eierkartons in Halle 3 hängen und per video mapping bespielen. Was es dort Neues gibt, verrate ich natürlich noch nicht.
Aber ein Video vom BaseCamp in Bonn ist online: oktoskop | live visual stage design
Bis dahin, kommt vorbei!
Mit der Umstellung seiner Basis für Browsererweiterungen auf WebExtensions hat Mozilla zum xten Mal die Entwicklergemeinde brüskiert. Traurigerweise zeigt sich inzwischen, dass diesmal eine Mehrheit der Autoren final abgefuckt ist und damit der Zenit von Firefox insgesamt wohl überschritten ist.
Schon gestern hatte ich mich richtig geärgert, dass mein Workflow zur Erstellung von QR-Codes für Veranstaltungen kaputt ist, weil die entsprechende Erweiterung für den Thunderbird nicht mehr unterstützt wird.
Heute habe ich mein Flattr-AddOn vermisst, mit dem sich Micropayment in europäischer Manier hätte etablieren können. Jedoch ergitb eine Suche in der (ebenfalls gegenüber mycroft.mozdev.org verschlechterten) AddOn-Datenbank:
https://addons.mozilla.org/en-US/firefox/search/?q=flattr&type=extension
Die Deutsche Bahn gibt sich mal wieder alle Mühe, mich anzukotzen und auf meine fundierte Kritik mit erbärmlichem $Gefasel zu reagieren:
WTF @DB_Bahn ???
4 Wichtige Hinweise, 4x schlichtweg FALSCH:
1) & 2) VRVZ – Lexikon: Lichtbildausweis
3) Eure eigenen FUCKING AGB, Kapitel I6, Abschnitt 6.3.2: „Alternativ ist die Anzeige des Online-Tickets im PDF-Format auf einem mobilen Endgerät möglich.“
4) Für Eure PDF ist der Adobe Reader nicht notwendig.— oktoskop (@blausand) October 29, 2019
Und hier die umwerfend sachbezogene Reaktion:
Für welche Verbindung haben Sie denn ein Online-Ticket gebucht? /si
— Deutsche Bahn Personenverkehr (@DB_Bahn) October 29, 2019
Echt jetzt? Es würde mich nicht aufregen, wenn ich dieses nicht bereits vor Jahren mit denselben akribischen Nachweisen moniert hätte.
Nach aller Höflichkeit also, Deutsche Bahn, heute: Wann wacht ihr endlich auf?